Abschnitt 2: Ansatz nach disziplinen: perspektivierung der methoden

Die Soziologie und die Bildungsökonomie

Felder D. (1989) - L'informythique, ou l'invention des idées reçues sur l'ordinateur à l'école. Cahiers du Service de la Recherche Sociologique, n29.

Hutmacher, W. (1989) - Introduction au rapport d'activité du service de la recherche sociologique. Genève: Département de l'Instruction Publique.

Die Bildungssoziologie

Die NIT haben in einer mehr anwendungsorientierten Perspektive mehrere Forschungsströmungen hervorgebracht, die unter die angelsächsische Konzeption der "technologies assessments" fallen. Die Veröffentlichungen der Zeitschrift "Technologies de l'Information et Société" sind gute Beispiele für diese Fragestellungen, die im übrigen weit über das Feld der Bildung hinausreichen. Hierbei unterscheidet man:

Die Bildungsökonomie

Die Bildungsökonomie ist eine junge Disziplin. Die Theorie des menschlichen Kapitals taucht in den sechziger Jahren auf, und man beginnt die wissenschaftliche Untersuchung der Relation zwischen den Ausgaben im Bildungswesen und die hieraus resultierenden Gewinne. In der Schweiz war der Enthusiasmus der sechziger Jahre nicht von Dauer, und heute ist die Bildungsökonomie eine von den Wirtschaftswissenschaftlern relativ vernachlässigte Disziplin. Grin (1994) erklärt das Fehlen von Publikationen durch die relative Jugend dieses Forschungsgebiets und die Probleme, die der interdisziplinäre Forschungsansatz aufwirft, den es impliziert.

Der Unterricht "über" die Informatik und "mit" der Informatik ist ein Sonderfall, weil er eine kostenspielige und sich rasch entwickelnde Ausrüstung erfordert. Hanhart (1983) betrachtet die Informatik in der Schule unter verschiedenen Gesichtspunkten: die Analyse der Ausgaben, die Messung der Kosten, die Bewertung der Effizienz und die Frage der Finanzierung. Die Ausgaben können klassifiziert werden nach dem Zeitpunkt, zu dem sie stattfinden, nach ihrer Art und nach ihrem Zweck. Es stellt sich heraus, dass die Messung der Kosten ein Problem stellt: Die Kosten variieren gemäss der Benutzerzahl und der Nutzungszeit einer Arbeitsstation. Es scheint, dass die angemessene Masseinheit die Kosten der Schülerstunde sind. Im Gegensatz zur Effizienzanalyse, die danach trachtet, die durch ein Projekt erzeugten Kosten zu bestimmen, ist die Effektivitätsanalyse die Messung über den Grad, in dem ein Ziel verwirklicht wurde. Infolgedessen kann das Kosten-Effektivitätsverhältnis genutzt werden, um zwischen zwei technologischen Alternativen zu wählen.

Hanhart S. (1983) - L'apport des économistes aux sciences de l'éducation. Education et Recherche, 5, S. 37-46.

Grin, F. (1994) - L'économie de l'éducation et l'évaluation des systèmes de formation. Bern Universität: PNR 33.

Die Bildungssoziologie
Die Bildungsökonomie

Nationales Forschung Programm 33 - 29 JAN 1996

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